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Katholische Studierende Jugend Diözese Trier

2008  l  2007

 
8.7.2008
Bericht vom Sommerlager II

Neben Schlamm, Feuer, Fußball und Schwimmbad war Afrika eines der Themen der diesjährigen Sommerlager. Mit jeder Menge Trommeln, viel Gepäck und freudigen Erwartungen trafen die Kinder jeweils im Lager ein um sich sofort auf allerlei Aktivitäten zu stürzen. So lernte man in Kleingruppen, wie man typisch afrikanisch trommelt, bastelte Masken und anderen Schmuck oder tobte einfach nur mehr oder weniger wild durchs Zeltlager. Mittwochs, dass ist ja bekannt, waren wir dann auch im Schwimmbad, um mal wieder in den Genuss zu kommen uns sauber zu fühlen, auch wenn dieses Gefühl bekanntermaßen auf dem Sommerlager höchstens 2 Stunden anhalten kann. Im Nachhinein wäre es wohl auch besser gewesen erst Donnerstags ins Schwimmbad zu gehen. Denn nachdem Mittwoch nachts und Donnerstags geregnet hatte war die Wiese, die zu den Zelten führte etwas durchgeweicht worden, sodass erst ein Kind hinfiel, dann ein weiteres und noch jemand. Schließlich konnte man nicht mehr von versehentlichem Hinfallen sprechen als Eimerweise Wasser auf die Wiese gekippt wurde, um sie noch rutschiger zu machen. Es endete darin, dass ein Wettrutschen veranstaltet wurde, dass schließlich darin gipfelte, dass man versuchte andere in den Matsch zu werfen oder Leute die auf der Bahn standen (wie doof auch da rum zu stehen) umzugrätschen. Das Fazit war, dass es Kinder und Betreuer gab, an denen kein Stück mehr Hautfarben war und alle mit dem kalten Wasserschlauch abgespritzt und geschrubbt werden mussten.

Aber wir haben natürlich nicht nur Schmutz und Chaos verbreitet. Wir haben auch viel über Afrika gelernt. So erfuhren wir, wie schwer es für Leute in Afrika ist an Wasser zu kommen oder dass der Schulweg auch mal gut 1,5 Stunden Fußweg bedeuten kann. Auch merkten wir, wie unterschiedlich doch das Leben der Leute in Afrika zu unserem persönlichen Leben ist. So verbraucht ein durchschnittlicher Deutscher in einem Jahr ungefähr 2,5 KG Kleidung (die er also wegwirft oder sonst irgendwie abgibt und neu kauft), in Afrika haben die meisten 2 Garnituren Kleidung: eine für den Alltag und eine für Feste. Natürlich war auch der faire Handel nicht nur Theorie, sondern auch Praxis, denn auch darüber wurden wir uns einig: die Leute, die unseren Kakao und unsere Bananen anpflanzen sollen davon auch Leben können und das sollen sie nicht am Existenzminimum tun müssen, weil ihnen nur höchstens 5% des Verkaufspreises ihrer Güter zufallen
                          
Zum Abschluss veranstalteten wir jeweils ein Fest. In der ersten Woche in Nattenheim, in der zweiten Woche war Bickendorf der Ort des Festes. Dort führten wir ein Theaterstück auf und versorgten alle die wollten mit Popcorn und Musik. Leider wurde das Fest in Bickendorf von den USA torpediert. Bekanntlicher Weise wohnen ja viele Amerkikaner in der Eifel und gerade am Tag unseres Festes meinten diese ihren Nationalfeiertag feiern zu müssen – Frechheit! Abends ließen wir das Sommerlager jeweils gemütlich mit einem tollen Gottesdienst und einem noch tolleren Buffet ausklingen.



Mein Fazit: Sommerlager machen super viel Spaß und ich hoffe, dass ich noch viele mitteamen darf und kann!

Editor: Sebastian Tittelbach
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