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Katholische Studierende Jugend Diözese Trier

2008  l  2007

Ein Morgen in Belfast:

Gegen 6 Uhr geht die Sonne auf und gibt den Blick frei auf nassen Asphalt und Straßen, über denen eine bedrückende Atmosphäre liegt. Langsam erwacht die Stadt: Der Verkehr wird dichter und Menschen laufen durch die Straßen. Einige Häuser sind zerfallen und leerstehend, ebenso viele der Bankgebäude, die durch die Finanz- & Wirtschaftskrise bankrott gegangen sind. Obwohl die Sonne scheint, wirkt alles trist und grau. Die sogenannte „Peace-Wall“ erhebt sich zwischen dem katholischen und protestantischen Teil Belfasts und wirft bedrohliche Schatten auf die umliegenden Plätze. Hier sieht man keine Kinder, die zusammen Fußball oder Fangen spielen, keine Nachbarn, die sich vor ihren Häusern freudig miteinander unterhalten. Man könnte Belfast für eine fast tote Stadt halten, obwohl sich einige Meter weiter mehr Menschen durch die Einkaufsstraßen schieben. Polizeistreifen in  Kampfmontur patrouillieren durch die Lanes und Avenues, teils in gepanzerten Wagen. Offizielle Einrichtungen wie Polizeistationen, Arbeitsämter, Kindergärten und Schulen (!) aber auch Privathäuser sind durch hohe Mauern und Stacheldraht von dem Rest der Stadt getrennt. Die Häuser, die Fußgängerzonen, die Geschäfte, ja sogar die Busse sind gesäumt von Kameras, sodass man wohl keinen Schritt tun kann, ohne überwacht zu werden. Aufschriften und Gemälde an einigen Hauswänden preisen die IRA und deren „mutige und edle Freiheitskämpfer an, die ihr Leben für ihre Kameraden opferten“.

All dies sind Indize dafür, dass die Lösung des Konflikts wohl noch lange auf sich warten lassen wird und Frieden teilweise leider noch ein Fremdwort ist.

 
 
Editor: Jonas Becker
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