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Katholische Studierende Jugend Diözese Trier

2008  l  2007

Irlandfahrt

Mit 23 Leuten, drei VW-Bussen und drei großen Zelten haben wir eine Rundfahrt gemacht – immer noch die beste Art, Irland zu erkunden. Nach dem Ankommen mit der Fähre morgens um 6.00 Uhr in Dublin ging es sofort nach Norden, zum County Down und zu den Mourne Mountains. Der Aufstieg im totalen Nebel und die coolen Steinmauern werden wohl allen im Gedächtnis bleiben. Jedenfalls fand hier schon die erste Begegnung mit der Geschichte statt: Ein Steinbruch, Hinterlassenschaft der Ausbeutung durch England. Dann ginge es nach Belfast, wo wir verschiedene Friedensinitiativen und deutsche Freiwillige besuchten, natürlich auch die berühmteste Mauer zwischen Shankill Road und Falls Road, die ein katholisches Wohngebiet von einem protestantischen trennt - aber sie ist begehbar von beiden Seiten, bewaffnete Wachposten und Sicherheitstore sind verschwunden – ein erstes Anzeichen für die Ergebnisse des jahrelangen Friedensprozesses.. Danach ging es weiter über Carrickfergus (Lied von den Dubliners: I wish I were in Carrickfergus!) an die Antrimküste, die bekannt ist für Giant´s Causeway, die Carrick-a-Rede-Rope-Bridge, Dunluce-Castle und Bushmill´s Destillery (aber die Whisky-Brennerei durften wir nicht besuchen, da gilt strenger Jugendschutz). Danach verließen wir Nordirland und es ging in die Republik, genauer gesagt nach Donegal (Aufstieg zum Slieve League, zu den höchsten Klippen Europas – wow! - , Besuch von Glencolumbkille und bei den Webereien und Wollwerkstätten von Ardara…). Schön war, dass unsere Band eingie Male in den Pubs von Kilcar spielen konnte – hier nahm man es mit dem  Jugendschutz nicht so genau. Die Pubkultur ist bedroht: Durch den Preisanstieg kann sich ein normaler Ire den üblichen abendlichen Pubbesuch kaum noch leisten…Schön: Offenes Tanzen auf den Straßen von Kilcar und ein Dudelsack- und Geigenkonzert beim örtlichen Fleadh. Dann ging es weiter nach Connemara, einer weiteren atemberaubend schönen Landschaft.  Wir hatten zwar zunächst viel Regen, wurden aber bald bei der Wanderung durch den Nationalpark mit tollem Sonnenwetter entschädigt. In der Nähe besuchten wir einen deutschen Auswanderer, einen Verwandten von Michi, der uns interessante Infos über Irland gab: Über die Veränderungen durch die Wirtschaftskrise und die Auswirkungen der EU-Richtlinien auf die Landwirtschaft beispielsweise. Auf dem Weg besichtigten wir Lissadell House, die Heimat der Rebellin des Osteraufstandes Constance Markiewicz – sie sollte uns in Dublin noch einmal begegnen, wie die Schriftsteller James Joyce und Jonathan Swift. In Clonmacnoise, mitten auf dem Gelände des ehemaligen Klosters, das bekannt ist für seine berühmten Steinkreuze, feierten wir unseren Gottesdienst. Die Tage in Dublin waren geprägt von einer interessanten alternativen Stadtführung, Bummelzügen durch die Grafton Street, durch Stephens Green und am Liffey entlang, immer auf den Spuren weltberühmter irischer Bands und irischer Kultur.

Die Fahrt war nicht so teuer wie vorher befürchtet und berechnet; die Preise in Irland und auch die Fährengebühren purzeln ganz schön durch den Fall der „Celtic Tigers“ und wir hatten mit den Campingplätzen und dem Hostel in Dublin echt Glück. Ein Problem: Die horrende Verpackung von Lebensmitteln und die schlechte Entsorgung von Plastikmüll. Wir sind jeweils 4.500 km gefahren; auf den Autobahnen hin mit 6 FahrerInnen, in Irland nur mit den drei Erfahreneren, weil die Straßen sehr eng und gefährlich sind und das wahnsinnige Konzentration erfordert. Die Gruppe war prima, Kochen und Spülen waren kein Problem und das ganze Zusammenleben hat gut harmoniert. Wir haben eigentlich viel zu viel gesehen und erwandert und erklettert und erbummelt – aber Irland hat so viele Reize, dass jedes Ausruhen bedeutet, etwas zu verpassen!  Diese Art von Oberstufenfahrt hat sich bewährt: Die richtige Mischung aus toller Landschaft, fremder Sprache und Kultur, Abenteuer und politischer Annäherung an ein interessantes Land. Für nächstes Jahr ist aus diesem Grund Rumänien als Reiseziel im Gespräch….

Häusi, Kai und Jutta – das Team!

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